Powerbank im Flugzeug 2026: Regeln von 13 Fluggesellschaften im Vergleich

Powerbank im Flugzeug 2026 – Regeln von 13 Fluggesellschaften im Vergleich

Letzte Überprüfung: 21. September 2026. Die Regeln für Powerbanks im Flugzeug sind in den Jahren 2025 und 2026 merklich strenger geworden. Während früher vor allem die 100-Wh-Grenze im Vordergrund stand, fordern immer mehr Fluggesellschaften, dass eine Powerbank während des Fluges sichtbar und erreichbar bleibt und somit nicht im Gepäckfach über Ihrem Sitz liegt.

Ladegerät-Shop.de hat für diese Übersicht die aktuellen Gepäckregeln von 13 großen Fluggesellschaften verglichen, die häufig von niederländischen und europäischen Reisenden genutzt werden. Wir haben pro Fluggesellschaft untersucht: die maximale Kapazität, die Anzahl der Powerbanks, das aufgegebene Gepäck, die Lagerung im Gepäckfach sowie die Nutzung während des Fluges.

Das wichtigste Fazit in 30 Sekunden

  • 13 von 13 untersuchten Fluggesellschaften erlauben keine Powerbanks im aufgegebenen Gepäck.
  • 11 von 13 geben explizit an, dass die Powerbank nicht in das Gepäckfach über den Sitzen gehört oder dass sie jederzeit direkt erreichbar bleiben muss.
  • Bei den meisten Fluggesellschaften liegt die Grenze ohne vorherige Genehmigung bei 100 Wh.
  • Einige Airlines erlauben 100–160 Wh nur mit vorheriger Genehmigung; andere verbieten Powerbanks über 100 Wh vollständig.
  • Immer mehr Fluggesellschaften verbieten das Benutzen oder Aufladen einer Powerbank während des Fluges.

Wichtig: Regeln ändern sich. Überprüfen Sie kurz vor Abflug immer die offizielle Seite Ihrer eigenen Fluggesellschaft. Die untenstehende Tabelle ist eine Momentaufnahme vom 21. September 2026.

Powerbank-Regeln von 13 Airlines im Vergleich

Fluggesellschaft Powerbanks / Batterien Kapazität ohne Genehmigung Aufgegebenes Gepäck Gepäckfach über dem Sitz? Nutzung während des Fluges
KLM Max. 2 Powerbanks ≤ 100 Wh Nein Nein Benutzung oder Aufladen der Powerbank nicht gestattet
Transavia Max. 20 einzelne Lithiumbatterien insgesamt ≤ 100 Wh Nein Nicht separat auf der geprüften Seite erwähnt Aktuelle Bordregeln prüfen
Ryanair Max. 2 Powerbanks ≤ 100 Wh Nein Nein Aufladen der Powerbank selbst verboten; Laden von Geräten gestattet, außer während des Rollens, Start und Landung oder auf Anweisung der Crew
easyJet Max. 2 Reservebatterien gemäß der Seite für Gefahrgut Bis 100 Wh Standard; zusätzliche Regeln bis 160 Wh Nein Aktuelle Bordregeln prüfen Aktuelle Bordregeln prüfen
Lufthansa Max. 2 Powerbanks ≤ 100 Wh Nein Nein Benutzen und Aufladen verboten
Eurowings Max. 2 Powerbanks ≤ 100 Wh Nein Nein Benutzen und Aufladen verboten
TUI fly Max. 2 Powerbanks ≤ 100 Wh Nein Nein; bei sich behalten Benutzen und Aufladen nicht gestattet
British Airways Max. 2 Powerbanks ≤ 100 Wh Nein Nein Powerbank darf nicht über den Sitzstrom geladen werden
Emirates Max. 1 Powerbank ≤ 100 Wh Nein Nein Benutzen und Aufladen verboten
Qatar Airways Max. 2 Powerbanks ≤ 100 Wh Nein Nein; erreichbar halten Aufladen der Powerbank verboten
Wizz Air Max. 1 Powerbank; max. 20 Reservebatterien insgesamt ≤ 100 Wh für Powerbanks Nein Nein Nicht aufladen und nicht zum Laden anderer Geräte benutzen
Turkish Airlines Max. 2 Powerbanks ≤ 100 Wh Nein Nein Nicht aufladen und nicht zum Laden anderer Geräte benutzen
Air France Max. 20 Reserve-/ausgebaute Batterien insgesamt; 100–160 Wh max. 2 mit Genehmigung ≤ 100 Wh Nein Nein Aktuelle Bordregeln prüfen

Hinweis: Einige Fluggesellschaften zählen Powerbanks zu den „Reserve-Lithiumbatterien“ und geben Anzahlen daher anders an. Die offizielle Regel der Airline ist immer maßgebend.

Was sagt die IATA im Jahr 2026?

Die International Air Transport Association (IATA) behandelt Powerbanks als Reserve-Lithiumbatterien. Die IATA legt fest, dass Powerbanks in der Kabine mitgeführt werden müssen und nicht in aufgegebenem Gepäck transportiert werden dürfen. Bis 100 Wh sind Lithium-Ionen-Batterien grundsätzlich für den Transport im Handgepäck geeignet. Für 100–160 Wh kann eine Genehmigung der Fluggesellschaft erforderlich sein.

In der IATA-Richtlinie für Powerbanks aus dem Jahr 2026 sind zudem strengere operative Punkte aufgeführt: maximal zwei Powerbanks pro Person, kein Aufladen an Bord und individueller Schutz gegen Kurzschluss. Die IATA empfiehlt Fluggesellschaften zudem, die Nutzung einer Powerbank zum Aufladen eines elektronischen Geräts während des Fluges einzuschränken.

Dies erklärt, warum Airline-Regeln heutzutage über ein bloßes „maximal 100 Wh“ hinausgehen können. KLM, Lufthansa, Eurowings, Emirates, Wizz Air und andere Gesellschaften haben beispielsweise zusätzliche Regeln zur Lagerung und Nutzung an Bord.

Warum darf eine Powerbank nicht in das aufgegebene Gepäck?

Eine beschädigte oder kurzgeschlossene Lithium-Ionen-Batterie kann sich stark erhitzen. In Ausnahmefällen kann ein sogenanntes Thermal Runaway entstehen: Die Temperatur steigt rapide an und die Batterie kann Rauch oder ein Feuer verursachen.

In der Kabine kann die Crew ein solches Ereignis schneller bemerken und eingreifen. Eine Powerbank im geschlossenen Frachtraum ist weniger direkt erreichbar. Daher behandeln Luftfahrtregeln eine Powerbank anders als beispielsweise ein herkömmliches Ladegerät ohne Batterie.

mAh in Wh umrechnen

Airlines schauen auf die Wattstunden (Wh), während Webshops und Hersteller Powerbanks oft hauptsächlich mit Milliamperestunden (mAh) bewerben.

Die Formel lautet:

Wh = (mAh ÷ 1.000) × nominale Batteriespannung

Bei einer nominalen Zellspannung von 3,7 Volt erhalten Sie beispielsweise:

Angegebene Kapazität Berechnung bei 3,7 V Theoretische Energie Praktische Bedeutung für das Fliegen
5.000 mAh 5 × 3,7 18,5 Wh Weit unter 100 Wh
10.000 mAh 10 × 3,7 37 Wh Weit unter 100 Wh
20.000 mAh 20 × 3,7 74 Wh Unter 100 Wh
26.800 mAh 26,8 × 3,7 99,16 Wh Knapp unter 100 Wh bei 3,7 V
27.000 mAh 27 × 3,7 99,9 Wh Grenzfall: Offizielles Wh-Etikett prüfen
30.000 mAh 30 × 3,7 111 Wh Über 100 Wh bei 3,7 V

Warum 27.000 mAh eine Falle sein können

Auf dem Papier scheint 27.000 mAh bei 3,7 V genau unter 100 Wh zu liegen. Aber nicht jede Powerbank verwendet 3,7 V als nominale Spannung. Einige Hersteller rechnen mit einer anderen nominalen Zellspannung, und der offizielle Wh-Wert auf dem Produkt kann daher höher ausfallen.

Nutzen Sie daher niemals allein die mAh-Berechnung, um zu bestimmen, ob eine Powerbank mitgenommen werden darf. Achten Sie auf den Wh-Wert auf dem Etikett der Powerbank. KLM, Emirates und Wizz Air warnen explizit, dass die Kapazität klar angegeben oder berechenbar sein muss.

Darf eine Powerbank mit 30.000 mAh ins Flugzeug?

Eine 30.000-mAh-Powerbank kommt bei 3,7 V theoretisch auf etwa 111 Wh. Damit liegt sie über der häufig verwendeten 100-Wh-Grenze.

Das bedeutet nicht automatisch bei jeder Airline das Gleiche. KLM, Lufthansa, Eurowings und Air France veröffentlichen beispielsweise Möglichkeiten für bestimmte Lithium-Ionen-Batterien zwischen 100 und 160 Wh mit vorheriger Genehmigung. Andere Gesellschaften, darunter Ryanair, Emirates, Qatar Airways, Wizz Air und Turkish Airlines, handhaben bei Powerbanks eine harte Grenze von 100 Wh in ihren aktuellen Passagierinformationen.

Für eine internationale Reise ist eine Powerbank mit einer klaren Kennzeichnung von maximal 100 Wh daher deutlich unkomplizierter.

Eine auffällige Änderung: raus aus dem Gepäckfach über dem Kopf

Einer der deutlichsten Trends in unserem Vergleich ist nicht die 100-Wh-Grenze, sondern wo Sie die Powerbank während des Fluges aufbewahren.

Von den 13 untersuchten Fluggesellschaften geben 11 explizit an, dass eine Powerbank nicht in das Gepäckfach über dem Sitz gehört oder dass sie unter Aufsicht und direkt erreichbar bleiben muss. KLM verlangt beispielsweise, dass Sie die Powerbank bei sich behalten. Lufthansa und Eurowings nennen die Sitzvordertasche, unter dem Sitz oder am Körper. Emirates, Ryanair, British Airways, Wizz Air und Turkish Airlines geben ähnliche Anweisungen.

Der Grund ist praktisch: Wenn eine Batterie ungewöhnlich heiß wird, raucht oder sich verformt, muss dies schnell bemerkt werden.

Darf man während des Fluges sein Handy mit einer Powerbank aufladen?

Das ist von Airline zu Airline unterschiedlich. Dies ist genau ein Bereich, in dem die Regeln im Jahr 2026 auseinandergehen.

KLM, Lufthansa, Eurowings, TUI fly, Emirates, Wizz Air und Turkish Airlines verbieten in ihren aktuellen Informationen die Nutzung einer Powerbank zum Aufladen eines anderen Geräts während des Fluges oder formulieren ein gleichwertiges Nutzungsverbot. Ryanair weicht davon ab: Dort darf eine Powerbank laut der aktuellen Regel ein persönliches elektronisches Gerät laden, außer während des Rollens, Start und Landung oder wenn die Crew es anders anordnet.

Daher ist „Powerbank darf mit“ nicht das Gleiche wie „Powerbank darf während des Fluges benutzt werden“.

Checkliste vor Abflug

  1. Überprüfen Sie den Wh-Wert auf dem Gehäuse. Nur mAh ist nicht immer ausreichend.
  2. Legen Sie die Powerbank niemals in das aufgegebene Gepäck.
  3. Schützen Sie die Anschlüsse vor Kurzschluss. Verwenden Sie beispielsweise eine Hülle oder ein separates Fach.
  4. Halten Sie die Powerbank erreichbar. Bei vielen Airlines bedeutet dies: unter dem Sitz, in der Sitzvordertasche oder am Körper.
  5. Überprüfen Sie die maximale Anzahl. Viele Fluggesellschaften erlauben eine oder zwei Powerbanks.
  6. Gehen Sie nicht davon aus, dass die Nutzung an Bord erlaubt ist. Immer mehr Airlines verbieten das Aufladen während des Fluges.
  7. Überprüfen Sie die Airline kurz vor Abflug erneut. Regeln können sich schneller ändern als allgemeine Reiseartikel.

Untersuchungsmethode

Ladegerät-Shop.de hat am 21. September 2026 die öffentlich zugänglichen Passagier- und Gefahrgutseiten von 13 Fluggesellschaften geprüft. Nur Informationen, die auf der offiziellen Website der Airline oder der IATA standen, wurden für den Vergleich verwendet.

Wir haben fünf Merkmale codiert: maximale Anzahl an Powerbanks/Reservebatterien, maximale Wh ohne Genehmigung, erlaubt im aufgegebenen Gepäck, erlaubt in der Ablage über dem Kopf („overhead stowage“) und Nutzung während des Fluges. Wenn eine Airline einen Punkt auf der geprüften Seite nicht explizit erwähnte, haben wir das nicht selbst eingetragen, sondern als „Aktuelle Bordregeln prüfen“ dargestellt.

Diese Übersicht dient als Reise- und Produktinformation, nicht als Ersatz für Anweisungen der Flughafensicherheit, der Crew oder der Fluggesellschaft.

Quellen pro Fluggesellschaft

Quellenangabe für andere Publikationen

Journalisten, Reiseblogs und andere Websites dürfen die Tabelle und den eigenen Vergleich unter Angabe der Quelle zitieren. Verwenden Sie zum Beispiel: „Quelle: Ladegerät-Shop.de, Vergleich der Powerbank-Regeln von 13 Fluggesellschaften, geprüft am 21. September 2026.“ Verlinken Sie dabei auf diese Seite, damit Leser die Methodik und die Quelllinks überprüfen können.

Häufig gestellte Fragen

Darf eine Powerbank ins Handgepäck?

Ja, sofern sie den Regeln Ihrer Fluggesellschaft entspricht. Powerbanks gehören in die Kabine und nicht in das aufgegebene Reisegepäck.

Ist eine Powerbank mit 20.000 mAh erlaubt?

Eine typische 20.000-mAh-Powerbank kommt bei 3,7 V auf etwa 74 Wh und liegt damit unter der üblichen 100-Wh-Grenze. Überprüfen Sie immer das offizielle Wh-Etikett.

Ist 27.000 mAh erlaubt?

Nicht automatisch. Bei 3,7 V entsprechen 27.000 mAh etwa 99,9 Wh, aber das offizielle Wh-Rating des Geräts ist maßgebend.

Darf eine Powerbank in den Koffer, der aufgegeben wird?

Nein. In allen 13 von uns geprüften Airline-Regeln sind Powerbanks oder einzelne Lithiumbatterien im aufgegebenen Gepäck ausgeschlossen.

Darf eine Powerbank in das Gepäckfach über meinem Sitz?

Bei vielen Fluggesellschaften nicht mehr. In unserem Vergleich schreiben 11 von 13 Airlines explizit vor, dass die Powerbank erreichbar bleiben muss oder nicht im „Overhead Locker“ liegen darf.

Welche Powerbank ist am einfachsten für Flugreisen?

Für so wenig Ärger wie möglich ist ein Modell mit einem deutlich lesbaren Wh-Etikett, einer Kapazität weit unter 100 Wh und einem unbeschädigten Gehäuse am praktischsten. Sehen Sie sich gegebenenfalls das aktuelle Powerbank-Sortiment an und überprüfen Sie die Wh-Spezifikation vor dem Kauf.